Tango als Gesundheitsförderung und Prävention

Und nicht zuletzt führt Tangotanzen zu gesteigerter Lebensfreude und macht einfach Spaß!

 

 

In den letzten Jahren hat der Argentinische Tango in weltweiten klinischen Untersuchungen wegen seiner gesundheitsförderlichen und stabilisierenden Wirkungen erhöhte Aufmerksamkeit erfahren.


Nicht nur bei gesunden Menschen zeigen sich positive Effekte hinsichtlich deutlich verringerter Stressbelastung sowie gleichzeitig gestärktem Selbstbewusstsein (Umfrage unter britischen Tango-Tänzern, noch unveröffentlichte Studie).
Besonders bei den Krankheitsbildern Parkinson und Demenz zeigt sich die heilsame Wirkung des Tango Argentino: In einer US-Studie an der Washington University (St. Louis) konnten Forscher nachweisen, dass Tango (nicht aber Foxtrott, Walzer und Tai Chi) die Mobilität von Parkinson-Erkrankten signifikant verbesserte.
In einer kanadischen Studie an der McGill-University (Montreal) zeigten sich nach mehrwöchigem Tangotraining mit Senioren zwischen 62 und 90 Jahren verbesserte Balance, Körperhaltung und Koordinations­fähigkeit gegenüber einer Kontrollgruppe, die nur Spaziergänge gemacht hatte.

In ihrer Doktorarbeit an der Universität Frankfurt/M. (2009) fand Quiroga Murcia heraus, dass beim Tangotanzen das Stress assoziierte Hormon Cortisol signifikant abfällt, während gleichzeitig die Ausschüttung von Testosteron durch Kontakt und Berührung mit dem Partner zunimmt, was insgesamt zu einem gestärkten emotionalen Wohlbefinden führt. Offensichtlich spielt auch die Tangomusik hierbei eine Rolle.


In einer Studie von amerikanischen und kanadischen Forschern konnte belegt werden, dass bei Amateur-Tangotänzern nicht nur die motorischen Gehirnregionen aktiv waren, sondern auch die Neuronen im Precuneus - der Hirnregion im Scheitellappen, die für Orientierung und Raumsinn zuständig ist - deutlich erregt waren. Gleichzeitig sind damit andere Funktionen wie Sprache, Lernen, Gedächtnis und Emotionen verknüpft.